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Neurodermitis

Neurodermitis oder atopisches Ekzem sind zwei Bezeichnungen für dieselbe entzündliche Hauterkrankung, die sich in den westlichen Nationen kontinuierlich weiter ausbreitet. Der Hautausschlag, der meist bereits in der Kindheit oder sogar schon im Säuglingsalter durch äußere Reize ausgelöst wird, geht mit nässenden, juckenden und entzündeten Hautstellen einher.

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Die Ausschläge treten meist in der Beugeseite der Arme, in den Kniekehlen, sowie an Kopf und Hals auf. Da die Ursache der Neurodermitis medizinisch längst nicht geklärt ist, konzentriert sich die hautärztliche Behandlung auf die Symptome, um Entzündungen und Juckreiz zu lindern und Infektionen zu vermeiden.

Wie häufig tritt Neurodermitis auf?

In Europa sind zur Zeit etwa 5-20 Prozent der Kinder und 1-3 Prozent der Erwachsenen erkrankt. Das zeigt, dass die Krankheit zwar häufig auftritt, aber meist zur Pubertät verschwindet. Therapeutisch ist dies nicht zu erklären. Man vermutet, dass durch Genfehler veränderte Zellen für die Krankheit verantwortlich sind und mit der Zeit inaktiv werden. Erwachsene, die an einer Atopie leiden, wozu auch Heuschnupfen und andere Allergien gehören, vererben diese mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent auf ihre Kinder. Bei zwei erkrankten Elternteilen klettert die Wahrscheinlichkeit auf 70 Prozent. Die Ausschläge treten meist an der Beugeseite der Arme, in den Kniekehlen, so wie an Kopf und Hals auf. Nachts wird das Jucken als am schlimmsten empfunden. Der Stress durch Schlafentzug und Kratzen kann hier zu einem Teufelskreis führen, den es zu durchbrechen gilt.

Durch was wird die Neurodermitis ausgelöst?

Anfällige Patienten haben von Geburt an einen schlechteren Hautschutz. Sie bekommen beispielsweise schneller als andere Sonnenbrände und leiden oft an trockener Haut. Die Ekzeme werden durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst, dazu gehören im Groben

  • Hautirritationen, z.B. durch häufiges Waschen mit reizenden Seifen oder verschwitze Haut, an der die Kleidung reibt
  • (Pseudo-) Allergene in der Nahrung oder in der Luft, Allergien gehen oft mit atopischen Ekzemen einher
  • Bakterien, z.B. kann ein Infekt einen Neurodermitisschub begünstigen
  • psychische Auslöser wie Stress und Depressionen
  • hormonelle Schwankungen

Welche Therapien sind bei Neurodermitis möglich?

Da die Ursache noch im Dunkeln liegt, können bis heute nur die Symptome der Neurodermitis, wie Juckreiz, Hautausschlag und Rötung kontrolliert werden. Im akuten Schub ist Cortison das Mittel der Wahl, da es die Stoffe hemmt, die für diese Symptome verantwortlich sind. Langfristig wird es nicht angewandt, da es die Haut ausdünnt. Trotzdem brauchen Sie keine Angst vor Cortison zu haben, das wenige Cortison, das in Ihren Körper gelangt wird innerhalb von fünf Minuten von der Leber abgebaut.

Andere Mittel sind Bufexamac gegen die Entzündung und Polidocanol gegen den Juckreiz, auch Teerpräparate und gerbstoffhaltige Salben kommen zum Einsatz. Was bei Ihnen hilft, kann nicht vorhergesagt werden. So wie jeder Neurodermitiker individuell andere Auslöser und Symptome hat, so wirken auch die Medikamente unterschiedlich. Neu ist der Einsatz von Immunmodulatoren, die Schübe vermindern sollen. Da das Abwehrsystem für die Krankheit mitverantwortlich ist, soll es durch die Immuntherapie, z.B. mit Tacrolimus und Cyclosporin A gehemmt werden.

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