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Herpes zoster (Gürtelrose)

Wie hängen Herpes zoster und die Windpocken der Kindheit zusammen?

Windpocken (Varizellen) und die Gürtelrose (Herpes zoster) werden beide durch dasselbe Virus verursacht: den Varizella-zoster-Virus (VZV). In der Kindheit oder auch später wird es per Tröpfcheninfektion übertragen und führt dann zu den bekannten Windpocken.

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Nach einer Infektion wandert das Virus dann in die sogenannten sensorischen Spinalganglien (Nervenschaltstationen nahe der Wirbelsäule) oder in den Hirnnervenkernen. Dort kann der Varizella-zoster-Virus Jahrzehnte überdauern, bis er schließlich reaktiviert werden kann und dann die Gürtelrose bzw. einen Herpes zoster auslöst. Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland eine Impfung gegen Varizellen; vorher traten etwa 750.000 Fälle von Windpocken pro Jahr auf. Untersuchungen belegen, dass in Deutschland 95 Prozent der Erwachsenen Antikörper gegen das Virus haben, also im Laufe ihres Lebens infiziert waren.

Bei etwa 20 Prozent von Ihnen kommt es, meist nach dem 50. Lebensjahr, zur Reaktivierung des Virus und damit zu einer Gürtelrose. Besonders im höheren Alter steigt die Gefahr eines Herpes zoster deutlich, da das Immunsystem dann zunehmend schwächer wird. Aus diesem Grund erkranken auch Menschen mit chronischen Erkrankungen oder herabgesetzter Immunabwehr vermehrt an einer Gürtelrose. Allerdings ist nicht immer ein Grund für einen Herpes zoster auszumachen: er kann auch Kinder oder seltener jüngere Patienten ohne ersichtlichen Grund treffen. Dann sollten jedoch auslösende Krankheiten ausgeschlossen werden.

Wie kann ich eine Gürtelrose erkennen?

Zuerst kommt es zu uncharakteristischen Symptomen wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Schmerzen im betroffenen Bereich. Dann entwickelt sich im Verlauf eines sogenannten Dermatoms, also in einem Hautgebiet, das von einem Spinalnerven versorgt wird, eine umschriebene Rötung. Die Dermatome verlaufen am Rücken fast waagerecht, so dass sich in diesem Bereich ein horizontaler roter Streifen zeigt, der meist sehr weh tut. Aus diesem Grund heißt der Zoster auch Gürtelrose: weil die Infektion häufig in einem Hautgebiet nahe der Taille entsteht, was zu einem gürtelförmigen Aussehen führt. Im Gesicht kann die Gürtelrose ebenfalls gemäß dem Verlauf der Hirnnerven auftreten, z.B. einseitig an der Stirn.

Schließlich kommt es zur Ausbildung von Bläschen, die etwa so groß sind wie ein Stecknadelkopf und wasserklar sowie prall gespannt sind. Nach einigen Tagen ändert sich die Farbe der Bläschen: sie werden gelblich und die Rötung geht zurück. Unter einer Krustenbildung klingen nach etwa einer Woche auch die Bläschen ab. Insgesamt heilt ein Herpes zoster nach etwa 2 bis 3 Wochen ab, wobei Narbenbildungen (besonders nach einer zusätzlichen bakteriellen Infektion) leider recht häufig sind. Meist entsteht eine Gürtelrose im Rückenbereich. Zusätzlich zur Ausbildung der Hauterscheinungen kann es zu einer Schwellung der Lymphknoten kommen.

Wenn Sie glauben, an einer Gürtelrose erkrankt zu sein, sollten Sie Sich unbedingt in ärztliche Behandlung begeben. Dann können die Symptome gelindert und eine Infektion mit Narbenbildung verhindert werden!

Ist eine Herpes zoster-Infektion ansteckend?

Eine Ansteckungsgefahr ist gering, aber vorhanden. Die Viren befinden sich nur in den Hautblasen, nicht im Blut. Alte Menschen und Kinder, welche noch keine Windpocken hatten, können beim Kontakt infiziert werden. Die Gefahr ist etwa 5 Tage nach Ausbruch der Krankheit nicht mehr vorhanden. Trotzdem sollten Sie – wenn Sie nicht genau wissen, ob Sie die Windpocken hatten, oder wenn Sie ungeimpfte Kinder haben – vorsichtig sein und den Kontakt mit dem Bläschensekret meiden. Manchmal liegt bei Erwachsenen auch nur eine Teilimmunität vor, und es kann zu einem 2. Ausbruch der Windpocken kommen. Daher empfiehlt es sich generell, im Umgang mit einem Herpes zoster vorsichtig zu sein.
Die Gefahr der Gürtelrose besteht in lebenslangen Nervenschäden, die sich in einer sogenannten Zosterneuralgie äußern. Dabei leiden die Patienten auch nach dem Abklingen der Gürtelrose im betroffenen Gebiet an Schmerzen, die Monate, Jahre, in Einzelfällen sogar lebenslang anhalten können. Weitere Komplikationen kommen bei der Lokalisation einer Gürtelrose im Hirnnervenbereich vor: beim Zoster oticus (des Ohres), Zoster ophthalmicus (des Auges) und Zoster facialis (des Gesichtes) kann die Entzündung auf Hör-, Seh- und Gesichtsnerven übergehen und zu  Sinnesschwächungen und Lähmungen führen. Diese  Lähmungen bilden sich zum Glück im Laufe der Zeit meist zurück.

Wie wird der Herpes zoster behandelt?

Die Erkrankung von ansonsten Gesunden wird mit antiviralen Tabletten (Aciclovir, Brivudin, Famciclovir oder Valaciclovir) über 7  bis 10 Tage lang behandelt. Für die Schmerzen können natürlich zusätzlich Medikamente verschrieben werden. Auch werden spezielle Cremes angewandt, welche die Bläschen eintrocknen und eine zusätzliche bakterielle Infektion verhindern sollen.

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