Hautarzt Dr. med. C. Gündogan - Kronberg im Taunus Tel. 0 61 73 - 95 29 33



Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten oder STD (Sexual transmitted diseases) wie HIV, Tripper (Gonorrhoe), Syphilis(Lues), Pilze, Feigwarzen, Genital Herpes, Hepatitis B und andere haben viele Ursachen, Gemeinsam ist ihnen die Übertragung durch Sex. Wir wollen hier kurz und allgemein aufklären.



Was sind Geschlechtskrankheiten?


Geschlechtskrankheit sind Krankheiten, die durch den Geschlechtsakt übertragen werden. STD ist der internationale Ausdruck, der medizinische Name lautet venerische Krankheit ( venerisch = von der Venus, der römischen Göttin der Liebe).

Die Übertragung ist nicht an den „normalen“ vaginalen Verkehr gebunden, sondern kann auch anal oder oral geschehen. Auslöser der Krankheiten sind Viren (HIV, Herpes, Hepatitis B, Feigwarzen), Bakterien (Tripper, Syphilis u.a.) Pilze (Candidose...), aber Parasiten, z.B. Würmer und Läuse.

So unterschiedlich die Erreger, so verschieden ihr Zugang zum Geschlechtspartner. Über das Blut, die Geschlechtssäfte oder den Hautkontakt gibt es beim Verkehr zahlreiche Möglichkeiten der Übertragung.



Wie äussern sich Geschlechtskrankheiten?


Da die STD nur durch die Art der Übertragung zusammengefasst werden, gibt es viele verschiedene Krankheitsbilder. HIV und Hepatitis B z.B. sind innere Erkrankungen, die zu Gelbsucht, Leberzirrhose bzw. dem Verlust des Immunsystems führen. Beide lassen sich durch Tests im Blut nachweisen. Die Syphilis tritt zuerst als Hautveränderung an den Geschlechtsteilen auf und führt ohne Behandlung nach einigen Monaten ebenfalls zu Schmerzen und Geschwüren am ganzen Körper. Jahrzehnte nach einer Infektion mit der Syphilis können schwerste Nerven -  und Gefäßschäden (tabes dorsales, Aortenaneurysma) auftreten. Pilze und Bakterien äußern sich meist als juckende, rote Ausschläge an der Eichel bzw der Vagina.

Grundsätzlich sollten Sie jede Hautveränderung im Genitalbereich abklären lassen. Schützen Sie sich bzw. ihren Partner nach Veränderungen an ihren Genitalien beim Sex.



Sind alle STD heilbar?


Fast alle Geschlechtskrankheiten sind heute mit Antibiotika und anderen Mitteln in den Griff zu bekommen - wenn Sie rechtzeitig zum Arzt kommen. Verschleppte STD können ernsthafte und schwerwiegende Krankheiten wie Hirnhautentzündungen und Bauchfellentzündungen nach sich ziehen. Zögern Sie darum nicht mit auffälligen Geschwüren, juckenden Stellen, etc. zum Arzt zu gehen. Für uns Ärzte ist es dabei wichtig, die ganze Geschichte zu hören. Auch wenn es sich um riskanten außerehelichen Verkehr handelt. Wir sind zum Schweigen verpflichtet und Ihre Beziehung wird durch eine Erkrankung ihres Partners sicher nicht besser.

Wenn sie sich behandeln lassen müssen Sie auf Verkehr verzichten, um ihren Partner nicht anzustecken. Bei ungeschütztem Sex während der Therapie kann es zu einem Ping Pong Effekt kommen: Sie stecken den Partner an, ihre Erkrankung bessert sich. Nach einigen Tagen Inkubationszeit bricht sie bei ihrem Partner aus und er steckt Sie wieder an. Dann müssen sie beide behandelt werden und enthaltsam leben.

Für AIDS ist noch kein Heilmittel gefunden worden, aber die Lebenszeit kann mit den heutigen Medikamenten verlängert werden. Wer sich mit 25 infiziert, hat gute Chancen 50 zu werden. Hepatitis B kann in 10% der Fälle zu einer chronischen Hepatitis werden und so zu einer Leberzirrhose führen. Diese Krankheit kann nur durch Transplantation geheilt werden.



Wie kann ich mich vor Geschlechtskrankheiten schützen?


Ein Kondom ist der sicherste Weg Geschlechtskrankheiten aus dem Weg zu gehen.

Wenn Sie Verkehr mit verschiedenen Personen pflegen, versichern Sie sich, das diese nicht krank sind. Es ist besser vergebens einen HIV Test machen zu lassen, als sein Leben aufs Spiel zu setzen.

Das Kondom hält übrigens nur die Spermien ab und schützt bei Blutungen, besonders bei Analverkehr. Der Schutz durch ein Kondom wirkt nur, wenn es von Anfang des Verkehrs bis zum Ende getragen wird. Ein Hautkontakt zu infizierten Stellen kann bei manchen Krankheiten, z.B. Pilze oder Feigwarzen zur Ansteckung reichen. 


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