Kopfhautschuppen, Kopfhautjucken
Ca. 50% aller Menschen leiden von Zeit zu Zeit an Schuppen der Kopfhaut. In den wenigsten Fällen führt eine Krankheit zu Schuppen, die häufigsten wollen wir kurz aufführen. Welche Therapie zur Besserung der Beschwerden führt und wie es sich mit Schuppen Shampoos verhält, werden wir kurz anschneiden.
Wie entstehen Schuppen der Kopfhaut?
Schuppen entstehen bei jedem Menschen durch verklumpte Kopfhautzellen. Die normale Wachstumszeit der Zellen beträgt 4 Wochen, dann fallen die Hornhautzellen einzeln und unbemerkt ab. Probleme entstehen, wenn die Hornhaut schneller wächst als üblich ist und so mehr und dickere Schuppen produziert. Schuppen kommen bei einer Wachstumszeit von 7-21 Tagen vor. Bei einer Psoriasis können es mehr als 1000 Zellen sein, die sich zu Schuppen verklumpen.
Schuppen gehen oft mit einer entzündeten und juckenden Kopfhaut einher.
Welche Auslöser für Schuppen und juckende Kopfhaut gibt es?
- Sehr trockene oder fettende Kopfhaut (pytiriasis simplex capillitii und pytiriasis steatosis)
- Häufiges Duschen mit entfettendem Shampoo trocknet die Kopfhaut aus und führt zur Bildung von Schuppen und Juckreiz. Der Drang mehr zu Duschen führt zu einem Teufelskreis. Um ihn zu durchbrechen sollten Sie seltener (alle 2 Tage) und mit schonenden Shampoos (Babyshampoos oder spezielle Schuppenshampoos) duschen. Fettende Kopfhaut (sebhoroisches Ekzem) wird von den Eltern ererbt oder durch Pilze ausgelöst.
- Pilze und Bakterien können ebenfalls Hautschuppung provozieren. Sie gehören zur gesunden Hautflora, können aber bei übermäßigem Wachstum oder Überwucherung durch schädliche Keime zu Schuppen führen. Besonders Hefen der Malassezia Familie gehören zu den Übeltätern.
- Die Psoriasis vulgaris, auch Schuppenflechte genannt, lässt nicht nur die Haut am Körper, sondern auch am Kopf großflächig schuppen.
- Schädlinge wie Läuse, Flöhe, die Krätze und Co können auch zu starkem Juckreiz und über das Kratzen zu Schuppen führen
- Durch Ekzeme besonders aus dem allergischen Umfeld wie Kontaktekzeme gegen Shampoos oder Haarfärbemittel und Neurodermitis können am Kopf Rötung, Juckreiz, Schuppen hervorgerufen werden
- Bei der Tinea amiantacea oder Asbestflechte bilden sich großflächige Schuppen in den Haaren. Ausgelöst wird dies durch Staphylocokkus Aureus, eine Bakterienart.
Welche Therapien gegen Schuppen gibt es?
Je nach Auslöser lassen sich die Schuppen auf verschiedene Art und Weise behandeln. Für Pilze und Bakterien stehen Antibiotika und Antimykotika Salben, Tinkturen und Shampoos zur Verfügung. Stoffe wie Urea, Salizylsäure und Schwefel lösen Schuppen ab. Selen und Steinkohleteer hemmen die Bildung weiterer Schuppen. Eine Endzündung kann durch Cremes gehemmt werden (Steroide, Vitamin D, Teer, UV Bestrahlung u.a.) und der Juckreiz gestillt werden (Steroide, Thesit u.a.)
Im Falle eine allergischen Ekzems und trockener Kopfhaut hilft schon selteneres Duschen mit mildem Shampoo.
Wir beraten Sie gerne, was in Ihrem Fall die beste Therapie ist. Warten Sie nicht zu lange uns zu kontaktieren.
Funktionieren Schuppen Shampoos?
Ja und nein. Einige Antischuppenshampoos haben einen Effekt auf die Bildung von Schuppen, der aber durch eine aggressivere Mischung erkauft wird. Sie wirken Allergie fördernd und austrocknend. Laut Stiftung Warentest 2007 sind aber Head + Shoulders Anti-Schuppen Shampoo classic clean, Elvital Antischuppen intensiv Hautverträglich.
Was kann ich selber gegen Schuppen tun?
- Nicht zu oft die Haare waschen und kein zu scharfesShampoo benutzen. Achten Sie darauf, ob ihre Kopfhaut beginnt zu jucken. Der Griff zu einem anderen Shampoo kann das Problem schon lösen
- Achten sie auch im Winter darauf nicht länger als nötig Helme und Mützen zu tragen
- Kratzen sie nicht an der Kopfhaut und nutzen Sie keine zu steifen Kämme
- Verzichten Sie auf zu häufiges Färben oder sonstiges Stylen der Haare
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