Hautarzt Dr. med. C. Gündogan - Kronberg im Taunus Tel. 0 61 73 - 95 29 33



Haarausfall


Hier besprechen wir verschiedene Formen von Haarausfall (medizinisch Alopezie), z.B. hormonellen oder androgenetischen Haarausfall und kreisrunden Haarausfall (Alopezia Areata). Sie können nachlesen, ob Haarausfall immer zur Glatze führt, ob Frauen Glatzen bekommen und  welche Mittel gegen  Haarausfall wirken.



Welche Formen von Haarausfall gibt es?


Haare wachsen täglich neu und fallen aus. Das ist bei jedem Menschen so und bis ca. 20 - 30 Haare ganz normal. Haare waschen lässt mehr Haare ausfallen, dafür sind es Tags darauf weniger. Wie lange ein Haar wächst, bis es ausfällt ist erblich bedingt.

Problematisch sind körperliche Veränderungen und Krankheiten, die zu vermehrtem Haarausfall führen. Typisch sind:


  • Hormoneller Haarausfall (auch androgetischer Haarausfall oder erblicher Haarausfall) ist bei Männern meist von den Vätern ererbt. Zeitpunkt und Form der Glatze ähneln sich bei Vater und Sohn. Der Haarausfall ist hormonell bedingt und immer die männlichen Geschlechtshormone (Androgene) sind die Ursache. Bei der hormonellen Alopezie kommt es aber zu einer übertriebenen Reaktion der Haarwurzeln auf die Hormone, so dass mehr Haare als gewöhnlich ausfallen. Dies geschieht meist schubweise für einige Jahre und kann auch bei Frauen auftreten. Eine Glatze bildet sich manchmal aber nicht immer. Alle Haare verschwinden in den seltesten Fällen. Frauen bekommen hormonbedingt selten eine Glatze.
  • Kreisrunder Haarausfall (Alopezia Areata) ist eine Krankheit, bei der in kurzer Zeit Haare auf einer scharf begrenzten Fläche ausfallen. Diese muss nicht auf dem Kopf befinden. In den seltensten Fällen liegt eine innere Krankheit zu Grunde (Gelbsucht, Anämie, Schilddrüsenerkrankungen), die Alopezia Areata heilt in den meisten Fällen innerhalb von drei Jahren von selbst aus
  • Innere Ursachen können zu vermehrtem Haarausfall führen (z.B.Immunerkrankungen, Autoimmunerkrankungen der Haut, Infektionskrankheiten, Eisenmangel, Schwangerschaften etc) Schilddrüsenkranheiten machen sich durch veränderten Haarwuchs bemerkbar. Eine Schliddrüsenunterfunktion führt zum Haarausfall und lichteren Haaren, eine Überfunktion zu dichten Haaren, die vermehrt ausfallen.
  • Gifte wie Arsen,Quecksilber und einige Medikamente, z.B. Chemotherapeutika lähmen das Wachstum von Zellen. Dies führt oft zu erst zu Haarausfall. Das durch diese Krebsmedikamente sowohl Männer als auch Frauen eine Glatze bekommen können liegt auf der Hand. Wer auf eine Haarpracht wert legt, erträgt die schwere Zeit mit einer Perücke leichter.


Wie kann hormoneller Haarausfall behandelt werden?


Hormoneller Haarausfall kann durch verschiedene Medikamente gemindert werden. Aber kein Mittel wirkt lebenslang gegen Haarausfall.

Männern werden Finasterid und Propezia empfohlen. Auch das Einreiben mit Regain Lösungen führt zum Erfolg. Frauen können eine Tablette mit Anti - androgenen Präparaten einnehmen, die die Wirkung der männlichen Hormone, die auch jede Frau produziert, an den Haaren unterbindet.



Wie wird der Kreisrunde Haarausfall behandelt?


Bisher ist unklar, woher Kreisrunder Haarausfall stammt. Darum ist auch  keine Therapien nachweisbar wirksam. Die gängigste Theorie ist eine zugrunde liegende Autoimmunerkrankung.



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