Hautarzt Dr. med. C. Gündogan - Kronberg im Taunus Tel. 0 61 73 - 95 29 33



Ekzeme



Das Ekzem ist ein sehr häufiger Hautausschlag, mit starkem Juckreiz und verschiedenen Ursachen. Wir erklären hier die Herkunft und Behandlung von Ekzemen.



Wie äußert sich ein Ekzem?


Ein Ekzem äußert sich durch die sichtbaren Symptome (bzw Stadien)


-         Röte, tritt immer zuerst auf, manchmal auch als einziges Symptom, bevor die Krankheit von alleine ausheilt (stadium erythomatosum)

-         Blasen (stadium cesiculosum)

-         Nässen, beim Aufplatzen der Blasen (stadium madidans)

-         Krusten (stadium crustosum)

-         Schuppen (stadium squamosum)


Akut können alle Symptome nebeneinander auftreten.

Hinzu kommt immer ein mehr oder minder starker Juckreiz.



Kommt es häufig zu Ekzemen?


Definitiv. Wie bei Erkältungen gibt es kaum einen, der im Verlauf seines Lebens nicht mindestens  einmal ein Ekzem bekommt.

Da die Krankheit durch Gifte und Chemikalien verursacht werden kann, ist sie eine der häufigsten Berufskrankheiten. 40% aller Berufskrankheiten sind Hautkrankheiten, von denen 90% zur Gruppe der Ekzeme gehören.



Durch welche Einflüsse entstehen Ekzeme?

Ekzeme entstehen im Gegensatz zu vielen anderen Krankheiten nicht durch Bakterien, Viren oder Parasiten, sondern durch andere Umwelteinflüsse.

Die drei häufigsten Ekzemarten sind das allergische Ekzem, das toxische Ekzem, das durch Giftstoffe hervorgerufen wird und das atopische Ekzem, auch Neurodermitis genannt.

Außerdem gibt es noch seltenere Formen, die durch Medikamente, Venenschäden, die Krätze und anderes entstehen. Über das Thema Neurodermitis können sie sich in einem eigenen Artikel informieren.



Welche Stoffe lösen häufig Kontaktallergien aus?


Die häufigsten Kontaktallergene sind Nickel, Kobalt und Kosmetikastoffe. Dabei sind gegen  Nickel, das zur Herstellung von Modeschmuck genutzt wird, Deutschland weit ca 1,9 - 4,4 millionen Menschen allergisch. Auf Duftstoffe reagieren ca. 1.4 - 3.4 Millionen Menschen mit Ausschlägen.

Ein Epicutan Test kann einfach den Verdacht einer übermäßigen Sensibilität prüfen. ein Pflaster mit fraglichen Substanzen wird auf die Haut geklebt, um eine allergische Reaktion zu provozieren. Diese wird nach zwei und vier Tagen  beobachtet oder dieser bleibt aus, was dann gegen eine Kontaktallergie spricht.

Die einzige ursächliche Therapie ist bis heute die konsequente Vermeidung der Allergene.



Was sind Auslöser für toxische Ekzeme?


Der häufigste Auslöser ist die UV Strahlung der Sonne. Bei chemischen Stoffen führen Seifen, Laugen, Lösungsmittel und Säuren die Liste der Gifte an.

Unterschieden werden dabei akute von chronischen Ekzemen. Die klassischen akuten Ekzeme sind Sonnenbrand und Verätzung, letztere meist durch Arbeitsunfälle. Je stärker ein Stoff wirkt, desto größer ist die Gefahr von akuten Ekzemen. Geeignete Arbeitskleidung trägt maßgeblich zur Vermeidung der Ausschläge bei und sollte nie vernachlässigt werden. Bei stark giftigen Substanzen kann es sonst zu nachhaltigen Hautschäden kommen.

Chronische Ekzeme entwickeln sich über Jahre hinweg, bei regelmäßigem Gebrauch schwacher chemischer Stoffe. Das „Hausfrauenekzem“ durch tägliches waschen und putzen mit vermeindlich ungefährlichen Mitteln ist die häufigste Form der Erkrankung.

Die chronischen Ekzeme können über die Jahre eine Neurodermitis auslösen.



Wie werden Ekzeme behandelt?


Das hängt von der Art der Entstehung ab. Äußere Ursachen müssen gemieden werden und ausreichend Schutz der Haut bei Arbeiten mit ihnen gewährleistet sein.

Kurzfristig können alle Ekzeme mit kortisonhaltigen Cremes behandelt werden. Angepasst an die Haut haben diese eine fettendere Basis bei Schuppen und sind wasserhaltiger bei trockener Haut.

Wenn der Juckreiz sehr stark ist kann die Therapie durch Gabe von juckreizstillenden Tabletten (Antihistaminika) sowie kortisonhaltige Tabletten unterstützt werden.

Atopische Ekzeme, stärkerer Ausprägung können noch mit Calzineurinhemmern und im schlimmsten Fall mit Cyclosporin A behandelt werden. Beide Medikamente unterdrücken in verschieden starker Form das Abwehrsystem des Körpers, das die Symptome hervorruft. Eine Nebenwirkung ist die höhere Anfälligkeit für Infekte während der Behandlung.



Zu welchen Komplikationen können Ekzeme führen?


Besonders bei geschwächten Patienten wird die Besiedlung durch Bakterien gefürchtet. Nässende Blasen bieten Keimen unter anderem einen guten Nährboden. Weit häufiger kratzen Patienten die Haut auf und bringen Bakterien über ihre Finger in die offenen Wunden. Diese können so zu ärztlichen Infektionen und Abszessen führen und sich im schlimmsten Fall über das Blut ausbreiten.



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