Hautarzt Dr. med. C. Gündogan - Kronberg im Taunus Tel. 0 61 73 - 95 29 33



Akne, Pickel und Hautunreinheiten


Unreine Haut, Pickel und Akne, die Übergänge sind fließend. Welche Mittel gegen Akne helfen, wann Akne gefährlich ist und warum Pickel nicht ausgedrückt werden sollten erfahren sie hier.



Akne & Pickel, was ist der Unterschied?


Beim Pickel und der unreinen Haut, führt ein gestörter Talgabfluss zur Talgansammlung. Fast jeder Mensch hat ab der Pubertät hin und wieder oder des öfteren "Pickel" im Gesicht. Diese stören einige Tage, machen aber kaum Beschwerden.

Bei der gewöhnlichen Akne (medizinisch Akne vulgaris) wird der gestörte Talgabfluss, von erhöhter Talgproduktion und einer Entzündung begleitet. Diese wird meist durch das Proprionibacterium acnes ausgelöst. Die folgende Abwehrreaktion des Körpers schadet auch der Haut. Es entstehen die typischen Papeln, Pickel, Knoten und sogar Abszesse.

Diese heilen bei schwerer Akne oder starkem Kratzen teils mit Narbenbildung aus.



Warum bekommen manche Akne, andere nicht einmal einen Pickel?


Es haben ca. 85% aller Menschen in ihrem Leben mindestens einmal mit Akne zu tun. Sie ist eine der häufigsten Krankheiten. 10-30%  der Erkrankten unterziehen sich einer Behandlung.

Die Akne hat verschiedene Ursachen, von denen zwei, die Talg(über)produktion und die Hyperkeratose (verschlossene Ausgänge der Talgdrüsen), vererbt werden. Eine Veranlagung führt aber nicht immer zur Erkrankung.

Das Wachstum der Talgdrüsen wird durch das männliche Sexualhormon Testosteron gefördert. Die Produktion dieses Hormons ist bei jedem Menschen unterschiedlich stark, ebenso seine Wirkung auf die Drüsen.

Frauen produzieren weniger Testosteron, weswegen ein großer Teil der Aknepatienten Männer sind.

Auch andere Faktoren wirken bei der Entstehung und dem Fortschreiten der Akne mit. Das Zigaretten rauchen wird ebenso wie Stress im Sinne einer emotionalen Belastung für eine stärkere Entzündungsreaktion verantwortlich gemacht.

Nahrungsmittel scheinen im Gegensatz zu früheren Meinungen („Schokolade macht Akne") keinen Einfluss zu haben. Daher sollten belastende Diäten - insbesondere bei Kindern - nicht durchgeführt werden. 



Wie lange wird die Aknetherapie dauern?


Die Akne hat eine gute Prognose. Bei gewissenhafter Therapie sind die meisten Fälle mit 30 ausgeheilt, viele schon bis zum zwanzigsten Lebensjahr. Durch eine effiziente Therapie eines Hautarztes kann die Krankheitsaktivität jedoch sehr günstig beeinflusst werden, so dass geringe oder kaum noch Beschwerden bestehen. Zudem wird das Erscheinungsbild deutlich verbessert, so dass der Aknepatient sich wieder wohl fühlt.

Wir bieten Ihnen in unserer Praxis den vollem Umfang der Aknetherapie an und können Sie auch mit der medizinischen Kosmetik (sehr wichtig für die erfolgreiche Aknetherapie) professionell unterstützen. Unsere erfahrenen Kosmetikerinnen sind auf Aknebehandlungen spezialisiert.  



Was für Formen der Akne gibt es?


Die Akne vulgaris wird in drei Schweregrade eingeteilt:

Die Akne comedonica, die leichteste Form. Meist um die Nase entstehen offene und geschlossene Talgdepots (medizinisch Komedonen), Umgangssprachlich auch Mitesser genannt.


Bei der Akne papulopustulosa entzünden sich diese Depots. Es bilden sich Papeln und Pusteln im Gesicht, in schweren Fällen auch auf Hals, Nacken, Dekollet©, Rücken und Oberarmen. Es entstehen auch schmerzende Knoten, die manchmal narbig abheilen.


Die Akne conglobata ist ein sehr schwere und belastende Krankheit. Die Talgproduktion ist stark erhöht, es bilden sich Gänge unter der Haut (med. Fisteln) teils am gesamten Oberkörper. Im schlimmsten Fall kann diese in die Akne fulminans, eine schwere Entzündung ganzer Hautareale, münden.

Die Altersakne (med. Akne tarda) ist eine Hauterkrankung, die meist bei Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auftritt. Sie ist nicht selten und kann sowohl leichte als auch schwere Formen annehmen. Auch diese Form der Akne bedarf einer hautärztlichen Therapie. Durch unsere speziellen Therapieprogramme zeigen sich bei der Altersakne oft rasche Verbesserungen. Eigene Versuche (mit teils hochpreisigen Cremes) führen nicht immer zum Erfolg. Entscheidend ist das Gesamtkonzept aus angepasster Hautreinigung, angepasste Hautpflege und medizinischen Maßnahmen (Aknepräparate und medizinische Kosmetik) unter hautärztlicher Begleitung.



Neben diesen Akneformen gibt es seltenere, die ihren Ursprung nicht in den oben beschriebenen vererbten Anlagen haben:


Die Acne neonatorum oder Neugeborenenakne wird wahrscheinlich durch Hormone der Mutter im Bauch auf das Kind übertragen. Sie kommt bei ca 20% der Neugeborenen vor und bildet sich innerhalb von wenigen Wochen selbständig zurück.


Bei der Acne excoriee führt die Reizung einer milden Akne zur Entzündung. Reibt Kleidung z.B. Stirnbänder und Hüte an geschädigter Haut kommt es zur „mechanischen Akne" Das Aufkratzen und Ausdrücken von "Pickeln" ist nicht nur gefährlich, sondern hinterlässt regelmäßig lebenslange Narben. Die Aufgabe des Hautarztes besteht darin, die Akneerkrankung möglichst schnell zu verbessern, damit das Ausdrücken und Aufkratzen von "Pickeln" nicht mehr notwendig ist.

Medikamentenakne kann als Nebenwirkung einer medikamentösen Therapie auftreten. Auslösende Medikamente können sein: z.B. Kortison, Anabolika, INH, Schlafmittel, Antibiotika, ACTH und Vitamin B. Sie klingt nach Absetzen des entsprechenden Medikaments rasch ab. 

Die sogenannte Mallorca Akne ist keine Akneerkrankung. Sie wird so genannt, da Sie der Akne ähneln kann. Wie der Name vermuten lässt, wird sie durch übertriebene bzw. ungewohnte Sonnenbäder ausgelöst. Zu fetthaltige (Sonnen)cremes können dies verstärken.



Sollte ich Akne vom Arzt behandeln lassen?


Oft fragen sich Patienten: "Soll ich wegen Pickeln zum Arzt? Ist das nicht etwas übertrieben? Kann der Arzt mir hierbei überhaupt helfen?"

Die Antwort: Ja. Akne ist (auch bei leichter Ausprägung) eine Hauterkrankung. Daher ist der Hautarzt der richtige Ansprechpartner. Die Akne darf nicht als schicksalhafte und "normale" Erscheinung in der Pubertät hingenommen werden. Es geht hierbei nicht nur um die Therapie an sich, sondern auch darum den Übergang von einer leichten Akne in eine Narben bildende bzw. schwere Akne zu verhindern. Ganz wichtig ist, dass man sich als Aknepatient wieder wohl fühlen soll. Das geht nur wenn die Haut wieder besser wird. Wir zeigen Ihnen was Sie effektiv dagegen tun können und erläutern Ihnen gerne alle wichtigen Maßnahmen für eine rasche Verbesserung Ihrer Haut. Bringen Sie Ihre Waschlotionen und Cremes auch einfach in die Sprechstunde mit, dann können falsche Produkte gleich aussortiert werden. Es ist wie beim Fussball: Als Aknepatient braucht ein gutes Team (Hautarzt, erfahrene Kosmetikerin) um zu siegen!



Wie wird Akne professionell behandelt?



Das Therapiekonzept besteht aus folgenden Elementen:

Die äußere Therapie (zuhause)

Unser Aknepatienten erhalten die passenden Reinigungsprodukte und leichte Pflegecremes für die Anwendung zuhause. Sie sind individuell anzupassen und anzuwenden. Dazu geben wir eine genaue Anleitung. Zudem spielt das Peeling zuhause eine wichtige Rolle. Auch hier passen wir individuell an.

Des weiteren ist häufig ein Aknetherapeutikum notwendig, dass ebenfalls an den Hauttyp angepasst sein muss. Die Anwendungshäufigkeit muss im Verlauf der Therapie angepasst werden. Dabei gibt es antibiotikahaltige Präparate und "hautabschilfernde" Produkte. Bei unseren Aknepatienten findet daher regelmäßig eine ärztliche Verlaufskontrolle und ein Coaching statt, damit der Erfolg möglichst schnell sichtbar wird.


Die medizinische Kosmetik (Ausreinigung, Aknetoilette)
Die medizinische Kosmetik ist ein essentieller Bestandteil der Aknetherapie. Daher haben wir die medizinische Kosmetik in unsere Praxis integriert, damit wir unsere Patienten rundum professionell betreuen können. Unsere Kosmetikerinnen sind auf die Aknetherapie spezialisiert und führen bei unseren Aknepatienten in regelmäßigen Abständen diese medizinische Behandlung durch. Die Behandlungsdauer beträgt zwischen 30 und 60 Minuten und beinhaltet die professionelle Ausreinigung der Hautunreinheiten und teilweise Pusteln (Pickeln).

Zudem ist das Fruchtsäure-Peeling oft ein Bestandteil der Aknebehandlung, da sie hauchdünn die oberste Hautschicht lässt und Verstopfungen der Talgdrüsenausführungsgänge reduziert. Nach 4 - 10 Behandlungen zeigt sich in der Regel eine deutliche Verbesserung des Hautbildes. Die Behandlung muss je nach Aknestadium alle 1 - 4 Wochen wiederholt werden. Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Behandlungskosten, da diese Behandlung medizinisch meist indiziert ist und vom Arzt festgelegt wird.

 

Bei schweren Akneformen

Bei einer hohen Aktivität der Akne bzw. bei einem Narbenrisiko müssen weitere Maßnahmen hinzugezogen werden. Der Arzt entscheidet individuell, welche Maßnahmen sinnvoll und notwendig sind. Zu den weiterführenden Maßnahmen zählt u.a. die Verordnung eines speziellen Antibiotikums als Tablette. Dieses "Antibiotikum gegen Akne" wird für eine gewisse Zeit in angemessener Dosierung eingenommen.

Ist die Wirkung des Antibiotikums nicht ausreichend, dann kann alternativ die "Vitamin-A-Säure" als Tablette eingenommen werden. Sie stellt eine sehr wirksame Therapie dar und wird angewandt, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichend wirken. Bei dieser Therapie sind weitere Begleitmaßnahmen notwendig, die dann persönlich beim Arztgespräch aufgezeigt werden.

Bei (jungen) Frauen besteht außerdem die Möglichkeit ein bestimmtes Kontrazeptivum (-die Anti-Baby-Pille-) als Maßnahme einzubinden. Eine solche Therapie wird in Absprache mit dem Frauenarzt auswählt.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Bei der Akne hilft der Hautarzt. Er hat zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten, die meist sehr wirkungsvoll sind. Man sollte sich auf jeden Fall hautärztlich beraten lassen, denn das ist die Aufgabe des Hautarztes. UND: Es gibt kaum eine Akneerkrankung, die der Hautarzt nicht positiv beeinflussen kann !  



Was kann ich selber tun, um die Behandlung der Akne zu unterstützen?


Der wichtigste Punkt ist die hautärztliche Beratung. Der Hautarzt kann Ihnen sagen, welche Produkte sich positiv oder negativ auf die Akne auswirken. Bevor man als Patient viele kostenintensive Produkte "ausprobiert", sollte der Hautarzt eine Blick auf Ihre Haut werfen. Er kennt zahlreiche Produkte und kann hier eine qualifizierte Empfehlung geben. 



Bei was sollte ich vorsichtig sein?


Drücken sie die Pickel nicht aus! Auch wenn es schwer fällt, können durch den Druck Bakterien in die Tiefe der Haut verschleppt werden und zu schweren Entzündungen führen. Setzen Sie ihre Haut nicht lange der Sonne aus, verzichten Sie besonders auf Sonnenbäder in der Mittagszeit. Milde Sonne wirkt sich meist positiv auf die Akne aus. Vermeiden Sie fetthaltige Cremes und Schminke,  weil sie die Verstopfung der Talgdrüsen unterstützen.

Je früher Sie eine professionelle Aknetherapie beginnen, desto schneller wird Ihre Haut wieder besser!



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Telefon 0 61 73 - 95 29 33

 

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