Herpes simplex, Fieberbläschen
Auf diese Seite vermitteln wir Wissen zum oralen und genitalen Herpes simplex. Wo die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen oralem und genitalem Herpes sind, wie Herpes übertragen und behandelt wird (Aziclovir, Naturprodukte) und warum er ausbricht.
Was ist Herpes und woher kommt die Krankheit?
Herpes wird durch das Herpes simplex Virus I und II übertragen, medizinisch auch Humanes Herpes Virus (HHV) I und II. Das HHV I löst meist Lippenherpes, HHV II Genitalherpes aus. Umgekehrte Übertragungen wurden auch beobachtet. Herpes Viren sind auch die Ursache anderer Krankheiten, wie Windpocken und Gürtelrose (Herpes Zoster, HHV III), Pfeiffersches Drüsenfieber (HHV IV) und Zytomegalie(HHV V).
Etwa 90% aller Menschen tragen oral Herpes, 20 % genital Herpes. Viele Menschen infizieren sich als Kind durch einen Kuß der Eltern. Die Viren durchwandern die Haut und verweilen lebenslang in Nervenstationen (Ganglien) in der Nähe der Wirbelsäule. Bei Ausbruch der Infektion produzieren sie am Ort der Erstinfektion juckende Bläschen.
Andere ältere Bezeichnungen für den Herpes simplex sind Lippenbläschen, Wasserbläschen, Gletscherbrand oder Fieberbläschen. Letzterer lässt erahnen, dass eine Herpesinfektion auch als schwerere Krankheit verlaufen kann. Dies geschieht aber selten.
Ist Herpes immer ansteckend?
Nein, während die Viren in den Nerven ruhen, sind sie ungefährlich.
Wenn sie aber an die Hautoberfläche kommen und Blasen werfen, vermehren sie sich stark in den zerstörten Zellen. Die Blasen trocknen nach ca zehn Tagen aus und fallen als Krusten ab. Bis zu diesem Zeitpunkt sind die Herpesviren ansteckend. Beim Geschlechtsverkehr muss ein Kondom benutzt werden. Ausserdem darf mit Herpesbläschen niemand geküsst werden.
Bei Schwerstkranken (AIDS - , Intensivstationspatient) kann eine Herpesinfektion einen schweren manchmal tödlichen Verlauf haben. Auch bei Neugeborenen und anderen chronisch Kranken ist eine Infektion gefährlich. Frauen mit Genitalherpes wird darum bei der Geburt ein Kaiserschnitt empfohlen.
Wie kommt es zum Ausbruch der Herpesviren?
Der genaue Mechanismus ist unbekannt. Was Beobachtungen zeigen ist, dass einige Faktoren die Herpesviren zur Vermehrung anregen. Dazu gehören:
- Stress
- UV Strahlung (Sonnenbäder)
- Verletzungen
- Schwächungen des Abwehrsystems (Krankheit, Cortisonbehandlung, Chemotherapie, usw)
- Innere Krankheiten
- Hormonschwankungen (Menstruationszyklus, Wechseljahre)
- Ekel, Angst, sonstige psychische Probleme
Diese Faktoren führen dazu, dass die Viren ca 3-4 mal pro Jahr ausbrechen. Bei einigen Menschen viel öfter, wofür ererbte Faktoren verantwortlich gemacht werden.
Wenn Sie zu Herpes neigen informieren sie ihren behandelnden Arzt. Es kann für ihre Therapie wichtig sein. Vermeiden sie Stress.
Wie wird ein Herpes simplex Ausbruch behandelt?
Die Pharmakologie hat mit Aciclovir ein hervorragendes Mittel gegen Herpes entwickelt. Als Tabletten eingenommen, tötet es äusserlich aktive Viren sicher ab. Leider können in Nerven persistierende Viren nicht erreicht werden und bleiben bis zum Tod an Ort und Stelle.
Diese Therapie wird vom Arzt meist nur bei Begleiterkrankungen wie Diabetes Mellitus, Neurodermitis und anderen verschrieben. Aus medizinischer Sicht ist eine normale Herpeserkrankung vernachlässigbar.
Aciclovirsalbe hat einen marginalen Effekt auf die Heilung. Die Krankheit verheilt meist 1-2 Tage schneller.
Eine andere schulmedizinische Herpesbehandlung ist die Bestrahlung mit einem Softlaser. Die Viren werden so äusserlich verglüht.
Welche anderen Behandlungsarten gibt es?
Es gibt viele Hausmittel gegen Herpes. Als beim einen oder anderen wirksam sind bekannt:
- Zahnpasta
- Alkoholtinktur
- Zinkpaste
- Teebaumöl
- Melissensalbe (Lomaherpan)
- Schwarz -, Salbei-, Melissentee
- Penatencreme
- ätherische Öle (Lavendel, Rosmarin)
was bei ihnen hilft müssen sie ausprobieren. Beginnen Sie mit der Herpesbehandlung beim ersten kribbeln und beobachten sie, ob sich die Zeit verkürzt, bis die Krusten abfallen. Wie beschrieben ziehen sich die Herpesviren normalerweise ohne Behandlung nach 10 Tage zurück.
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